VULKANPARK – natürlich einzigartig…

Grundschullehrer informierten sich über Vulkane

Wie entsteht ein Vulkan? Können Vulkangesteine schwimmen? Warum ist die Sprudelflasche mit dem Kaltwassergesysir in Andernach vergleichbar? Das sind Fragen, denen Schüler bei einem Besuch im Vulkanpark auf den Grund gehen. Um auch Lehrer für diese Heimatthemen der Eifel zu begeistern und eine Hilfestellung für den Sachunterricht zu geben, wurden rund 20 Lehrer 1 ½ Tage im Vulkanpark geschult.

Auf dem Programm standen zunächst theoretische Grundlagen. Anhand einer Kindergeschichte über zwei typischen Eifler Vulkangesteine „Bimsi und Schlacki“ wurde der Eifelvulkanismus erklärt und die vulkanischen Rohstoffe (Bims, Schlacke, Tuff, Basalt) genauer unter die Lupe genommen. Anschließend wurde kindgerecht „experimentiert“. An mehreren Stationen wurden Versuche durchgeführt, die die Teilnehmer mit einfachen und kostengünstigen Mitteln selbst nachbauen und daher auch Problemlos mit ihren Schülern nachmachen können. Selbstverständlich drehte sich hier auch alles rund um Phänomene, die mit dem Eifelvulkanismus zusammenhängen: Steine wiegen und mit Lupen sowie Mikroskopen untersuchen, Schatzsuche, CO2 Versuche, einen Vulkan nachbauen, aus dem sogar Lava quillt und verschiedenes mehr Dies praktische Arbeiten kam bei den Teilnehmern gut an.

Am zweiten Tag konnten die Teilnehmer zunächst einmal in die Beobachterrolle schlüpfen: eine Grundschulklasse wurde kindgerecht durch das Vulkanpark Infozentrum geführt und „gebändigt“. Nach einer Diskussion und einem Vergleich der verschiedenen Grundschulbücher zu den „Vulkan“ relevanten Themen ging es auf eine Wanderung nach Kretz. Aber „bloß“ gewandert wurde nicht, sondern Gästebegleiter Armin Hofschulte zeigte immer wieder den Bezug zum „Alltäglichen“ auf. So wurden bspw. die Vulkangesteine am Wegesrand näher betrachtet aber auch ihre Verarbeitung an Häusern und Wegkreuzen. Und auch Flora und Fauna kamen nicht zu kurz. Die Teilnehmer wissen jetzt, wie man auch ohne Gemüseeinkauf im Geschäft schmackhafte Beilagen, die uns Mutter Natur schenkt, zaubern kann. Oder auf welch giftige Pflanzen am Wegesrand man tunlichst verzichten sollte.

Am Römerbergwerk angekommen ging es zunächst einmal auf römische Spurensuche. Bei der Führung durch die 2000 Jahre alten Gänge und Schächte fühlten sich die Teilnehmer schnell in die harte und staubige Arbeitswelt der Römer zurückversetzt. Und sie konnten sogar „live“ bei den Arbeiten dabei sein! Ein Film erlaubt, einem römischen Steinbrecher bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen. Und an manchen Tagen kann dieser „Römer“ sogar im Außenbereicht des Bergwerks gesichtet werden, wenn er dort seiner Arbeit als Archäotechniker nachgeht.

Ausgestattet mit umfangreichem Material – in Papierform und auch digital – können sich die Teilnehmer nun auf ihre künftigen Unterrichtsstunden oder auch einen gemeinsamen Besuch mit ihren Schülern im Vulkanpark vorbereiten.

Die praxisbezogenen Lehrerfortbildungen des Vulkanparks rund um die Themen Eifelvulkanismus, vulkanische Rohstoffe und Abbau der Rohstoffe durch den Menschen werden bereits seit dem Jahr 2002 zweimal jährlich angeboten. Hierbei wechseln die Veranstaltungsorte und die Themenschwerpunkte ab. Workshops, Geländeexkursionen, Fachvorträge, geführte Besichtigungen und praktische Aufgaben ergänzen sich. Erarbeitet werden sie gemeinsam mit einem pädagogischen Arbeitskreis. Offiziellen Charakter und Unterstützung bekommen die Fortbildungen durch die Schulbehörde, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD Koblenz).

Download PDF-Datei

Zurück zur Übersicht