Vulkanpark blickt zuversichtlich in die Zukunft
Vulkanpark blickt zuversichtlich in die Zukunft
Der Erfolgskurs des Vulkanparks im Landkreis Mayen-Koblenz setzte sich auch in 2010 weiter fort. Vulkanpark Infozentrum, Lava-Dome mit Lavakeller, Römerbergwerk Meurin und der Kaltwassergeysir Andernach mit seinem Geysir-Erlebniszentrum zogen im Jahr 2010 weit über 200.000 Besucher an. Diese guten Besucherzahlen festigen die touristische Leuchtturmfunktion des Vulkanparks im Landkreis Mayen-Koblenz. Landrat Dr. Alexander Saftig und Vulkanpark Geschäftsführer Jörg Busch konnten sich nicht nur über die hohen Besucherzahlen des vergangen Jahres sondern auch über zwei hohe Auszeichnungen freuen. Die Auszeichnungen von Europa Nostra und die erfolgreiche Rezertifizierung als Bestandteil des Nationalen Geoparks Vulkanland Eifel belegen die hohe populärwissen-schaftliche Qualität des Vulkanparks und seiner Einrichtungen. Auch die Errichtung des Forschungszentrums für Experimentelle Archäologie auf dem Mayener Grubenfeld unterstreicht zukünftig den wissenschaftlichen Anspruch des Vulkanparks deutlich. Aufgrund der positiven Entwicklung blicken Landrat Dr. Alexander Saftig und Geschäftsführer Jörg Busch zuversichtlich in die Zukunft.
Rückblick 2010 in Zahlen
2010 war für die Vulkanpark GmbH ein rundum positives Jahr. „Gute Besucherzahlen, hohe Auszeichnungen und viel Zuspruch bei den Veranstaltungen. Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen“, so lautet das Fazit des Vulkanpark Geschäftsführers Jörg Busch. Und die Besucherzahlen belegen dies. In 2010 verbuchte der Vulkanpark insgesamt 220.000 zahlende Besucher in seinen musealen Info- und Erlebniszentren. Hiervon besuchten rund 120.000 Gäste den Kaltwassergeysir Andernach. Eine Zahl die über den Erwartungen und Prognosen lag. Das vergangene Jahr bescherte dem Vulkanpark aber noch eine weitere eindrucksvolle Zahl. Im Lava-Dome Mendig wurde der 300.000. Besucher seit seiner Eröffnung vor fünf Jahren begrüßt. Als wahrer Renner entwickelte sich die „Vulkanpark-Card“. Diese Kombikarte ermöglicht es Besuchern alle eintrittspflichtigen Info- und Erlebniszentren mit einer einzigen Eintrittskarte zu einem günstigen Preis zu besuchen. Unter dem Motto „1 Karte – 5 Vulkanparkerlebnisse – 1 Preis“ wurde die Karte 2.100 mal seit der Einführung im Juni 2010 verkauft.
Hinzu kommen die Besucher von über 60 Veranstaltungen in den Einrichtungen des Vulkanparks und an den Landschaftsdenkmälern. Diese Veranstaltungen waren durchweg erfolgreich. „Die Vulkanparkveranstaltungen, egal ob Vortrag, Wanderung, Lesung oder Kinderferienspaß, werden immer stärker nachgefragt. Im vergangenen Jahr mussten wir einige Veranstaltungen kurzfristig wiederholen um alle Anmeldungen zu bedienen. Vor allem die Kinderveranstaltungen in den Oster- und Herbstferien sowie die thematischen Wanderungen waren sehr erfolgreich“, berichtet Jörg Busch. Auch die weihnachtlichen Veranstaltungen „Römerbergwerk im Lichterschein“ im Monat Dezember waren gut nachgefragt und verlängerten so die Saison des Römerbergwerkes bis in den Winter. Mit speziellen Angeboten im Rahmen von Weihnachtsfeiern wurden Vereine und Betriebe angesprochen. Nicht eingerechnet bei all den Zahlen sind die zahlreichen Besucher an den erschlossenen Landschaftsdenkmälern, denn der Vulkanpark hat auch eine bedeutende Naherholungsfunktion für die Bevölkerung.
Hohe Auszeichnungen bestätigen beste Qualität
Im Jahr 2010 konnte die Vulkanpark GmbH auch zwei hohe Auszeichnungen in Empfang nehmen. Europa Nostra zeichnete den Vulkanpark als Gesamtprojekt in der Kategorie „Education and Awareness Raising“ (Bildungs- und Bewusstseinsförderung) mit dem höchsten europäischen Kulturpreis aus. Damit ist der Vulkanpark das einzige Projekt, das bereits zum zweiten Mal mit einem Preis von Europa Nostra ausgezeichnet wurde. Bereits im Jahr 2004 wurde das Römerbergwerk Meurin bei Kretz von Europa Nostra für seine archäologische Präsentation in einer harmonischen Symbiose von moderner Architektur und archäologischer Ausgrabungsstätte ausgezeichnet. Die Auszeichnungen belegen, dass der Vulkanpark mit seinen Einrichtungen den schwierigen Grad zwischen Unterhaltung und Spaß sowie Wissenschaft und Pädagogik gut gemeistert hat. „Edutainment“, also gleichzeitiges Lehren und Unterhalten, ist der Begriff hierfür in der heutigen Zeit.
Die zweite Auszeichnung war, gemeinsam mit dem Vulkanpark Brohltal/Laacher See und dem Vulkaneifel European Geopark, die erfolgreiche Rezertifizierung als Nationaler Geopark Vulkanland Eifel. Anerkannte Nationale Geoparks werden alle fünf Jahre durch eine Expertengruppe der Geo Union (Alfred Wegener Stiftung) überprüft. Nach wie vor ist der Nationale Geopark Vulkanland Eifel der einzige anerkannte Nationale Geopark in Rheinland-Pfalz. Als solcher leistet der Vulkanpark einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung bedeutender Geotope sowie zur Präsentation der Geowissenschaften. Die Juroren der Geo Union bescheinigten dem Geopark Vulkanland Eifel im Rahmen der Rezertifizierung ein besonders hohes Niveau. „Besonders stolz sind wir auf folgende Aussage der Juroren: der Geopark Vulkanland Eifel sei einer der besten Geoparks Deutschlands, die wir im Rahmen der Rezertifizierung bereist haben“, so Geschäftsführer Busch zur erfolgreichen Rezertifizierung.
Ausblick auf die neue Saison
Auch im Jahr 2011 wird die Vulkanpark GmbH ihren Besuchern wieder einiges bieten. So wird sich die Vulkanpark GmbH in diesem Jahr dem Römerbergwerk Meurin widmen und hier den Außenbereich weiter ausbauen und attraktiver gestalten. Außerdem steht die Eröffnung des Forschungszentrums für experimentelle Archäologie für Sommer 2011 an. Hierbei wird auch die Öffentlichkeit einen Einblick in die moderne Forschungsarbeit des Forschungsbereiches Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte (VAT) des Römisch-Germanischen Zentralmuseum, Mainz bekommen. Selbstverständlich wird diese Eröffnung nur ein Höhepunkt der Vulkanparkveranstaltungen sein. Insgesamt sind auch in 2011 wieder über 60 Veranstaltungen im Vulkanpark geplant. Konzerte, Wanderungen, Exkursionen. Lesungen und Vorträge stehen wieder auf dem Programm. Hierbei wurde vor allem das Veranstaltungsangebot für Kinder und Familien erweitert. In Kooperation mit dem Umweltbildungsnetzwerkes des Landkreises wurde das Angebot interdisziplinär um kulturelle und naturnahe Themen ergänzt. Kinder können nun neben den Vulkanen und der Bergwerksgeschichte auch Wasser, Erde, Luft und Feuer erforschen oder sich dem Thema Farben widmen. Auch bei den thematischen Wanderungen dreht sich in diesen Jahr nicht alles nur um Vulkane und Gesteine sondern auch um die Bäume, Pflanzen und Tiere unserer Heimat. Das Thema Pflanzen und Bäume ist für den Vulkanpark in diesem Jahr so etwas wie ein roter Faden, denn der Vulkanpark ist auch als Partner in die Bundesgartenschau Koblenz eingebunden. Zum einen ist der Vulkanpark mit dem Geysir Andernach eins von 13 Buga-Meisterwerken der Region. Zum anderen ist der Vulkanpark mit einem eigenen Modul im Garten der Regionen im Festungsgraben an der Festung Ehrenbreitstein vertreten. Der Buga-Besucher erhält hier im wahrsten Sinne des Wortes Einblick in das Thema Eifelvulkanismus. Der Vulkanpark bietet im Rahmen des „bunten Klassenzimmers“ der Buga auch eigene Unterrichtseinheiten für die jüngeren Besucher der Buga an und leistet einen Beitrag in der Woche der Regionen auf der Landesbühne Rheinland-Pfalz.
Auch in 2011 widmet sich die Vulkanpark GmbH wieder dem Thema Bildung und Schulen. Mit Lehrerinfoabenden in den Vulkanpark-Einrichtungen und im Rahmen von Infowanderungen an Landschaftsdenkmälern möchte die Vulkanpark GmbH den Lehrern den Vulkanpark als außerschulischen Lernort näher bringen. Zwei zweitägige praxisbezogene Lehrerfortbildungen im Frühjahr und Herbst runden das Angebot ab.
Damit bietet die Vulkanpark GmbH auch 2011 wieder ein abwechslungsreiches Jahr.

