VULKANPARK – natürlich einzigartig…

Der Vulkanpark in der Literatur

Der Vulkanpark in der Literatur

Packende Kampfszenen im Römerbergwerk Meurin

„Im Licht der im Staub blakenden Flammen erkannte ich eine schadhafte Spitzhacke und zwei Meißel. Vor langer Zeit zurück gelassenes Arbeitsgerät. Weiter voran in einer Nische ein Haufen Keramikscherben und ein intakter Wasserkrug. Ob sie den ehemaligen Benutzern des Bergwerks oder den Franken zuzuschreiben waren, konnte ich nicht sagen. “

So berichtet der spätrömische Tribun Marcus Junius Maximus in Michael Kuhns zweitem Teil MARCUS – TRIBUN ROMS der historischen Romanreihe MARCUS – SOLDAT ROMS von seinen Eindrücken im Römerbergwerk Meurin in der Nähe des heutigen Kretz. Auf der Jagd nach dem Todfeind Ulf, stößt Marcus mit seinen Getreuen auf das Bergwerk, in dem sich feindliche fränkische Kräfte zurückgezogen haben. Dort, unter der Erdoberfläche, entbrennt schließlich ein Kampf auf Leben und Tod. In beengten Verhältnissen, gleichsam gefährdet durch Franken und brüchiges Mauerwerk, versuchen Marcus und seine Männer, den in die Enge getriebenen Feind im Bergwerk zu stellen. 

„Die Decke des Ganges hing so tief, dass wir einige Male den Kopf einziehen mussten. Kein Ort, um mit Speeren oder der Spatha zu kämpfen. Die Sax, der Dolch oder der kurze Mattiobarbulus waren die Waffen, die man hier unten gezielt führen konnte. Wir waren unsere Fackeln um die Biegung und gingen in die Knie, um ein möglichst kleines Ziel zu bieten. Wieder nichts. Der Feind schien sich weit ins Innere zurückgezogen zu haben.“

Der Kampf im Römerbergwerk Meurin ist nur eine von vielen spannenden Episoden aus der Geschichte des römischen Offiziers Marcus Junius Maximus. In drei Teilen (MARCUS – SOLDAT ROMS, MARCUS – TRIBUN ROMS sowie MARCUS – MAXIMUS ALAMANNICUS), der im vierten Jahrhundert nach Christus spielenden Reihe, wird Marcus in die Wirren und Umbrüchen dieser Zeit zwischen den Zeiten verwickelt. Anschaulich und mit höchster historischer Genauigkeit beschreibt Michael Kuhn, Historiker und Politikwissenschaftler, die unruhige Epoche der Spätantike, lässt den Leser hautnah daran teilhaben. Die Reise des Protagonisten führt ihn dabei an historische und teilweise noch heute zu besichtigende Schauplätze unter anderem in Köln, Aachen, Trier, Mainz oder in der Eifel.

Dabei zeichnen sich alle drei in sich abgeschlossene Romane nicht nur durch eine spannend erzählte Geschichte aus, sondern bieten dem Leser in einem separaten Teil der Bücher auch die Möglichkeit sich auf Spurensuche zu begeben. So wird jedem Kapitel des erzählenden Teils ein eigener Abschnitt gewidmet, der anhand von Kartenmaterial, Zeichnungen und Fotos einen noch tieferen Einblick in die Geschichte der Spätantike erlaubt. Zusätzlich finden sich auch Hinweise darauf, was heute noch an den Handlungsorten von römischen Zeugnissen zu sehen ist. Somit werden dem Leser faktisch zwei Bücher in einem Band geboten. Ein historischer Roman und ein außergewöhnlicher Reiseführer, der den Leser im zweiten Buch auch in das als archäologisches Denkmal ausgezeichnete Römerbergwerk Meurin führt.

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